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Frankreich – Georges du Tarn (Tarnschlucht)

Bereits im Winter beratschlagten Manfred Hörhager und ich (beide Mitglieder der AEG Schwaz), wo wir wohl am Besten zum Klettern hinfahren sollten. Wir waren uns bald einig, dass es nach Frankreich ginge - aber wohin??

Zuerst favorisierten wir Verdon. Doch als wir mit einigen Kletterern redeten, gaben sie uns zur Auskunft, dass die Tarnschlucht ein sehr lohnendes Gebiet sei. Also kurz entschlossen – wir fahren in die Tarnschlucht.

Am Montag, den 19.04.2010, war es dann soweit. Wir fuhren in Richtung Frankreich – über Italien – an Finale Ligure und Monaco vorbei – über Montpellier bis nach Millau. Wir fuhren über die sagenhafte Brücke bei Millau und nach 13 Stunden Fahrt (inklusive 4 Pausen) kamen wir endlich in Les Vignes – in der Georges du Tarn – an.

Wir waren sichtlich "platt" von der langen Fahrt und so steuerten wir auf das erste uns ins Auge stechende Restaurant an. Dort aßen wir zuerst einmal zu Abend und aufgrund des regen Weinzuspruches war es nicht von Nachteil, dass wir dort auch nächtigen konnten.

Und wir blieben dann die gesamten Zeit in diesem "Hotel Parisienne" bei Katy und Daniel, die sehr bemüht waren, uns den Urlaub in kulinarischer Hinsicht zu versüßen.

Am Dienstag fuhren wir dann in das ca. 35 Kilometer südlich liegende Millau, um uns mit den passenden Kletterführern auszurüsten. Anschließend fuhren wir wieder in die Tarnschlucht – in den Sektor "Le Trone". Ab jetzt gings dann auch gleich zur Sache – Manfred wärmte sich in einer 6c Route auf und wir kletterten schöne Touren mit Löchern und Leisten (zeitweise extrem scharf).

Am nächsten Tag (Mittwoch) machten wir vormittags einen kleinen Ausflug in die benachbarte Jonteschlucht (Georges de la Jonte). Diese bot uns einen gewaltigen Ausblick auf Mehrseillängenrouten – weshalb wir uns dann auch noch mit dem Führer für die Jonteschlucht ausstatteten.

Danach ging es nach La Muse in den Sektor "Rocher de la Muse" - Tarnschlucht. Hierbei galt es wieder Routen mit scharfen Leisten und Löchern zu klettern. Dieser Sektor liegt 3 Gehminuten vom Parkplatz – und wir waren alleine dort. Manfred kletterte dann eine extrem überhängende 7a+ Route.

Da wir ja nun auch mit dem Jonteführer ausgerüstet waren, entschlossen wir uns am Donnerstag eine Mehrseillängenroute zu gehen. Diese war zwar nicht schwer (5c, 6a, 5c), aber aufgrund der Hackenabstände doch etwas moralisch. Außerdem mussten wir immer einen Blick gegen Himmel haben, denn in der Jonteschlucht wurden Geier angesiedelt, die uns während der gesamten Klettertour begleiteten.

Am Freitag war dann ein Rasttag angesagt. Außerdem hatte der Wetterbericht für Freitag Regen angesagt. Wir fuhren also wieder mal nach Millau. Dort war zufällig Markttag.

Mir ließ es jedoch keine Ruhe und auf dem Rückweg konnte ich Manfred dazu überreden, mit mir nochmals in den Sektor "Rocher de la Muse" zu gehen. Ich hatte dort nämlich noch eine Rechung mit einer Route offen – die Rechnung ging auf – juhuu.

Nach dem Rasttag fuhren wir am Samstag erneut in die Georges de la Jonte. Dort wärmten wir uns im Sektor "La Venus de Millau" auf und gingen dann zu dem 45 Grad überhängenden Sektor "Bodybuilding". Dort konnten wir unsere Energien dann so richtig an den Fels bringen.

Am Tage des Herrn (Sonntag) gingen wir es dann ein wenig gemäßigter an und kletterten im Sektor "Tresor du Zebre" in der Tarnschlucht wunderschöne Routen. Anschließend legten wir uns an die Tarn und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen.

Aufgrund der Tatsache dass wir am Samstag und Sonntag enorm viel Haut am Fels gelassen hatten, war für Montag erneut ein Ruhetag eingeplant. Da wir uns die Heimfahrt jedoch aufteilen wollten um nicht noch mal 13 Stunden am Stück zu fahren, entschlossen wir uns, in Richtung Arco aufzubrechen.

Dort hatten wir noch ein paar wunderschöne Klettertage.

Zum Abschluss wäre noch zu erwähnen, dass die Tarnschlucht und auch die Jonteschlucht ein äußerst lohnendes Ziel zum Klettern ist. Also Manfred und ich waren begeistert.

A bientot!!

Bilder von der Kletterreise, findet ihr hier (Homepage AEG Schwaz).

Gerhard Hauser
(AEG Schwaz)

 

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