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Es ist ein Wunder, dass er noch lebt

Christian Hotter aus Mayrhofen überlebte eine Höhenkrankheit auf der Ama Dablam.
Artikel Tiroler Tageszeitung vom 07.11.2009 Irene Rapp - Innsbruck

Am Freitag vor einer Woche startete eine Gruppe von Zillertalern auf die Ama Dablam im Himalaya. Der 6856 Meter hohe Berg gilt als das „Matterhorn Nepals“, dem Mayrhofener Christian Hotter wurde der Berg jedoch beinahe zum Verhängnis.

Schwere Höhenkrankheit
Der 47-Jährige bekam während des Aufstiegs Probleme mit der Höhe, ein Hirnödem führte u.a. zu Bewusstseinsstörungen. „Ich tat Sachen, die man nicht macht“, erzählt Hotter – auch wenn er sich nicht mehr an alles erinnern kann. So war der 47-Jährige noch auf dem Gipfel, beim Abstieg traten dann die Probleme jedoch massiv auf. „Ich schmiss unter anderem meine Handschuhe weg.“

Rund 100 Meter unter dem Gipfel beschloss Hotter aufgrund der eintretenden Dunkelheit dann zu nächtigen – bei eisigen Temperaturen an eine Eiswand gelehnt. „Schmerzen verspürte ich keine. Als ich in der Früh aber meine verkrüppelten Hände gesehen habe, war mir klar, ich muss absteigen“, sagt Hotter. Sein Abstieg wurde auch vom Basislager aus beobachtet – „wo alle verwundert waren, weil man angenommen hat, dass ich nicht mehr am Leben bin.“

Mühevoller Abstieg
Im ersten Lager unter dem Gipfel kamen dem Mayrhofener, der Leiter der Alpinpolizei im Bezirk Schwaz ist, dann Sherpas und ein Bergführer zu Hilfe. In zwei Tagen mühevollem Abstieg erreichten sie das Basislager, von wo aus es ins Spital ging.

Seit vergangenem Freitag wird Hotter, der schwere Erfrierungen an Händen und Füßen erlitten hat, an der Innsbrucker Klinik behandelt. Ob es zur Amputation kommen wird, wissen die Ärzte allerdings noch nicht. „Doch es ist ein Wunder, dass ich das Ganze überlebt habe“, sagt Hotter.


Ama Dablam

Wir wünschen Christian alles Gute und gute Besserung

 

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