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Kaiserwetter und Glocknerkönig
Den Abschluss der Alpinausbildung des LPK für Kärnten bildete auch heuer wieder der Eiskurs, der wie in den letzten Jahren im Glocknergebiet, diesmal auf der Stüdlhütte (2.802 m) in Kals am Großglockner stattfand.
Bei diesem Kurs werden nur nebenbei alle Inhalte der gesamten Ausbildung in Form eines schriftlichen Tests geprüft, der Schwerpunkt liegt im Erlernen des hochalpinen Kletterns auf Gletschern und Graten und die für Erhebungen und Hilfeleistungen erforderlichen Techniken, wie Spaltenbergung, Halten von Spaltenstürzen, aber auch Selbstrettungsmöglichkeiten. Das Gebiet rund um den höchsten Berg Österreichs bietet in Österreich die besten Voraussetzungen für diese Ausbildungsinhalte. Schon bei der Schitourenausbildung konnten die Teilnehmer das Gebiet kennenlernen, nur herrschten im Frühjahr extrem widrige Verhältnisse. AbtInsp SCHELLANDER der PI Kötschach meinte zu Beginn des 9-tägigen Kurses, es werde schon einmal schlechtes Wetter für einen „Rasttag“ sein, wo man sich beim Unterricht von den Strapazen erholen könne. Am Ende des Kurses meinte er: „Es is gscheider, wenn`s schön is, weil ausse müass ma sowieso“.
Beim Eiskurs auf der Stüdlhütte wurde dieser Wunsch zur Gänze erfüllt. Die ersten beiden Tage stauten sich noch Wolken von Süden zum Tauernhauptkamm, doch es wurde von Tag zu Tag immer schöner. Im Rahmen einer Orientierungstour auf das Teufelskamp arbeiteten bereits alle Gruppen an der Rettungstechnik und das immer besser werdende Wetter ermöglichte den ersten Glockneraufstieg über Normalweg für die Alpinisten und Stüdlgrat für die Hochalpinisten bereits am 3. Kurstag. Das restliche Übungsprogramm und gleich danach die praktische Prüfung erfüllten die nächsten beiden Tage.
Zur Überraschung sollte die Übergabe der Diplome am Glocknergipfel stattfinden. Deshalb planten die Bergführer ihre Abschlusstour am letzten Kurstag. Diesmal standen die Grögerrinne und der Westgrat für die Hochalpinisten und der Stüdlgrat für die Alpinisten am Programm. Motiviert durch das herrliche Wetter wagten BezInsp Heribert PATTERER mit seinem Partner AbtInsp Anton LESACHER mit der zweiten Seilschaft RevInsp Martin BUCHACHER und RevInsp Gabriel PIPP die wohl anspruchvollste Gratüberschreitung der Glocknergruppe, die Glocknerwandüberschreitung. Bereits um 05:00 Uhr starteten sie von der Stüdlhütte, begannen nach 1,5 Stunden Anmarsch den Aufstieg vom Teufelskamp zur Hofmannsspitze, um dann den ausgesetzten Grat bis zum Glockner zu folgen. Um 15:00 Uhr erreichte die Seilschaft PATTERER den Gipfel, um 17:00 Uhr folgte die Seilschaft BUCHACHER. Der Abstieg über die Adlersruhe zurück zur Stüdlhütte erforderte noch mal volle Konzentration. Erst dann war die Freude über diese großartige Tour perfekt. Anton LESACHER, der mit der Ziehharmonika so manchen Abend zu unterhalten wusste, konnte schließlich aus mehreren Gründen von diesem „Wiederholungskurs“ profitieren: Erstens wurde seine Mölltaler Ursprache wieder auf ein gesundes, mitteleuropäisches Niveau gebracht, zweitens konnte er seine beachtliche Leistungsfähigkeit trotz (oder gerade wegen) der hohen Flüssigkeitsaufnahme unter Beweis stellen und drittens war die Zusammensetzung des „Gletscher Echos“ mit Posaune, Ziehharmonika und Gitarre eine Gelegenheit mehr, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Das alles gelang ihm schließlich so gut, dass er von seinen Kurskameraden zum „Glocknerkönig“ gekürt wurde. Albert SCHELLANDER, Herbert NIESSL und Helmut BRANDSTÄTTER freuten sich über die Qualifikation „Hochalpinist“, Helmut WOLTE und Bernhard KROISENBACHER über die Qualifikation „Polizei Alpinist“.
Impressionen
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die neuen Hochalpinisten:
AI SCHELLANDER,
GI BRANDSTÄTTER und RI NIESSL (von links)
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Bergführer Horst WOHLGEMUTH mit dem
neuen Alpinisten Michael WOLTE
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Bergführer Dietmar DORFER mit dem neuen
Alpinisten Bernhard KROISENBACHER
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Die überraschende Ehrung von AI LESACHER
zum "Glocknerkönig"
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Aufstieg Stüdlgrat
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Übung Spaltenbergung
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Josef Bierbaumer
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