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Gemeinsame Winterübung der AEG Salzburg und der AEG Traunstein

Am 07.03.2008 fand eine gemeinsame Winterübung der Alpinpolizei des Bundeslandes Salzburg und dem Alpinen Einsatzzug des Polizeipräsidiums Oberbayern, vertreten durch die Alpine Einsatzgruppe (AEG) Traunstein, im Grenzgebiet am Hohen Göll (Eckersattel) bei Berchtesgaden statt.

Die Übung war durch die Verantwortlichen der Alpinpolizei Salzburg geplant worden.
Am Vortag wurden dann das Übungsgebiet gemeinsam von österreichischen und bayerischen Kollegen vorbereitet.

Für einen reibungslosen und praxisnahen Ablauf stand sowohl von österreichischer, als auch von bayerischer Seite jeweils ein Hubschrauber bereit.

Zuerst wurden die Beobachter und Pressevertreter durch Hubschrauber ins Übungsgebiet geflogen.

Das Übungsszenario bestand darin, dass die Alpinpolizisten bei einer gemeinsamen Skiausbildung am Roßfeld sind, als bekannt gegeben wird, dass eine Gruppe von acht Skifahrern den Hang vom Purtschellerhaus befuhren und ein Schneebrett auslösten.
Die Mitglieder der Alpinpolizei Salzburg und AEG Traunstein fuhren mit Ski von der Roßfeldstraße ins Einsatzgebiet am Eckersattel ab.
Vor Ort, konnten sie ermitteln, dass sieben Mitglieder der geschädigten Gruppe verschüttet wurden. Sechs der Verschütteten waren mit LVS-Geräten ausgerüstet. Einer der Verschütteter war nicht mit einem LVS-Gerät ausgerüstet.

Sofort bildeten die beiden Führer der Alpingruppen mit je einem Führungsgehilfen die Einsatzleitung vor Ort.
Der Alpinhundeführer der AEG Traunstein übernahm sofort die Suche auf dem Lawinenfeld, der österreichische Alpinhundeführer wurde mit dem Hubschrauber am Bergetau im Übungsgebiet abgesetzt und begann ebenfalls sofort mit der Suche.
Zeitgleich wurde durch vier Alpingruppenmitglieder (je zwei aus Bayern und Salzburg) die Absuche des Lawinenfeldes mit Verschüttetensuchgeräten gestartet.
Jedem Suchenden wurden zwei Beamte zur Seite gestellt, welche beim Auffinden eines Verschütteten mit den Ausgrabungsarbeiten begannen.
Sechs der Verschüttete konnten in kürzester Zeit gefunden werden. Um auch den letzten Verschütteten finden zu können, wurde eine Sondiermannschaft zusammen gestellt.
Dazu bildeten alle verfügbaren Kräfte im primären Suchbereich eine Linie, und begannen mit einer, durch Sondierleine geordneten Sondierung des Lawinenfeldes.

Der zeitliche Ablauf des Einsatzes:
• 10:55 Uhr – Eintreffen am Ort des Lawinenunglückes und Einteilung der einzelnen Funktionen
• 11:00 Uhr – Auffinden eines einzelnen Ski auf dem Lawinenfeld
• 11:06 Uhr – Auffinden des ersten Verschütteten durch Alpinhundeführer
• 11:08 Uhr – Auffinden des zweiten Verschütteten mit VS-Gerät
• 11:09 Uhr – Auffinden des dritten Verschütteten durch Alpinhundeführer
• 11:09 Uhr – Auffinden des vierten Verschütteten mit VS-Gerät
• 11:12 Uhr – Auffinden des fünften Verschütteten mit VS-Gerät
• 11:13 Uhr – Auffinden des sechsten Verschütteten mit VS-Gerät
• 11:18 Uhr – Beginn der Grobsondierung
• 11:28 Uhr – Auffinden des siebten Verschütteten durch die Sondiermannschaft

Zwei Beamte der AEG Traunstein übernahmen die erforderlichen Maßnahmen für die Unfallaufnahme. Zur Sicherung des Schneedeckenbefundes wurde ein Schneeprofil gegraben.
Eine Person wurde durch den österreichischen Hubschrauber mit Bergetau von der „Unfallstelle“ geborgen und abtransportiert.
Die Übung fand mit der Abschlussbesprechung in der Roßfeld-Skihütte einen würdigen Ausklang.

Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass alle Beteiligten über ein hohes Maß an Engagement und Professionalität verfügen und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen hervorragend funktionierte.

Impressionen


Begrüßung durch Albert Struber und Leit.PolDir Gaube

 

 

 

Gerhard Holzinger

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