Home Verband Links Aktuelles Sponsoren News

News

Rettung aus dem Wörthersee am 07. Februar 2004

Eine Hubschrauber-Crew des Innenministeriums rettete durch eine spektakuläre Kufenbergung einen Mann, der beim Eis-Segeln in den Wörthersee eingebrochen war.

Ein 30-jähriger Mann aus Maria Saal segelte am 7. Februar gegen 13.00 Uhr auf dem zugefrorenen Wörthersee mit seinem Eis-Segler. Passanten beobachteten, wie der Mann auf dem dünnen Eis, Nahe der Pörtschacher Ostbucht, einbrach. Sie verständigten die Gendarmerie. Die Beamten des Gendarmeriepostens Pörtschach forderten den Hubschrauber des Innenministeriums um Unterstützung an.

Pilot Johann Pletzer und Flugretter Dietmar Dorfer starteten um 13.20 Uhr und bereiteten bereits im Anflug eine so genannte Kufenbergung vor. Der Flugretter setzte sich hinter dem Piloten, bei offener Schiebetüre, gesichert auf die Kufen. Dann musste der Hubschrauber genau zu dem im Wasser treibenden Opfer manövriert werden. "Der Hubschrauber muss dabei sehr knapp über dem Wasser geflogen werden", sagt Pilot Pletzer. Der Flugretter versuchte, das Opfer zu packen und auf die Kufe zu ziehen. Mit einer Bandschlinge wurde der Mann gesichert und zum Ufer gebracht. Die Bergung dauerte nur wenige Minuten. Der Verunglückte wurde mit einer Unterkühlung ins Landeskrankenhaus Klagenfurt gebracht.

Bereits drei Mal wurde das in Kärnten entwickelte Verfahren der Kufenbergung erfolgreich eingesetzt. Alle drei Einsätze flog Johann Pletzer, der zu den erfahrensten Hubschrauber-Piloten Österreichs zählt. Die Piloten und Flugretter der Flugeinsatzstelle (FEST) Klagenfurt sind mit dem Bergungs-Verfahren vertraut. Die Sicherungsschlinge für den Flugretter ist für solch schnelle Einsätze ständig vorbereitet.

Die Kufenbergung erweist sich laut Rettungsexperten für solche Fälle besser geeignet als eine Seilbergung, wo der Flugretter ins Wasser getaucht werden muss, damit er das Opfer sichern kann. Bei der Seilbergung ist die Gefahr groß, dass das Funkgerät ausfällt und die Kommunikation unterbrochen wird. Außerdem wird durch die tiefen Wasser-Temperaturen die Handlungsfähigkeit des Flugretters extrem eingeschränkt. Das kann dazu führen, dass der Flugretter das Opfer nicht sichern kann.

Text: Josef Bierbaumer


Impressionen

   

 

 

 

 

 

zurück zur Übersicht

Europäischer PolizeibergführerverbandÖsterreichischer PolizeibergführerverbandDeutscher PolizeibergführerverbandSchweizer PolizeibergführerverbandLogin

© Österreichischer Polizeibergführerverband - 2012