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Lawinenunfall am Pleschnitzzinken (2112 m)

Gedanken... (von Roman Weinacht)

 Skizzen zum Lawinenunfall (Zum vergrößern anklicken)
   

Thomas S. (40) und Manfred B. (30) waren am 10.02.2003 auf der Galsterbergalm Schi fahren.

Aufgrund der schönen Wetterlage beschlossen sie kurzfristig, auf den Pleschnitzzinken zu gehen.

Nachdem sie den Gipfel gegen 12.00 Uhr erreicht hatten, legten sie eine kurze Rast ein und wählten folgend den 40 Grad steilen und im nördlichen Teil noch unverspurten Nordosthang als Pulverschnee-Abfahrt.

 
   

S. fuhr als Erster in den Hang ein, während B. wenige Meter unter der Kammwächte noch zuwartete. Als er sich 40 m unterhalb von B. und in etwa Mitte der späteren Lawinenbahn befand, löste sich ein 100 m breites Schneebrett.

Beide wurden von der abgleitenden Schneemassen erfasst und in die Tiefe gerissen. B. konnte sich vorwiegend an der Oberfläche halten und nach Stillstand der Lawine selbst befreien. S. wurde 250 m mitgerissen und 1,20 m tief verschüttet. S. konnte erst nach 2 ½ stündiger Such- und Sondierarbeit von einem Lawinenhund geortet und von der Suchmannschaft geborgen werden.

Er hatte keine Atemhöhle, seine Körpertemperatur betrug nur mehr 24,5 Grad. Nach durchgeführter Reanimation durch das Notarztteam wurde er mit dem RC 14 in eine Spezialklinik nach Graz geflogen, wo er im Zuge der Aufwärmphase gegen 20.12 Uhr verstarb.

S. und B. führten kein Verschütteten-Suchgerät mit sich.

 

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