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Flugretternachschulung 2004 des LGK für Stmk in Tragöß

Als im Jahr 1956 die ersten 6 Piloten des Bundeministeriums für Inneres (BMI) in der Schweiz zu Piloten ausgebildet wurden, dachte wohl niemand darüber nach, wie professionell die Flugpolizei und Flugrettung des BMI sich Mitte der 80er Jahre entwickeln würde. Nachdem am 1. Juli 2001 der letzte Stützpunkt der Flugrettung des BMI seine Hangartore geschlossen hatte, wurden neue Aufgaben von den Flugrettern (FR) übernommen.

FR sind ständige Begleiter der Piloten. Sie tragen die Verantwortung rund um und im Hubschrauber, navigieren und beobachten und halten Funkkontakt zu den Einsatzkräften und Leitstellen. Verkehrsüberwachungen bei Großveranstaltungen, Fahndungs- und Suchflüge und Bergung von Menschen oftmals unter der Gefahr des eigenen Lebens aus Notsituationen erfordern Professionalität.

Aus diesem Grund müssen erlassgemäß jährlich Flugretternachschulungen durchgeführt werden. Zum einen, um Einsatz bezogene Situationen zu üben, zum anderen aber auch um die Flugretterlizenz zu erhalten. Kann ein FR 2 Jahre eine solche Nachschulung nicht besuchen, verfällt die Lizenz. Ein weiterer Einsatz als FR wäre nur mit einer Neuausbildung möglich. Flugretter sind Gendarmeriebeamte mit der Qualifikation „Gendarmerie-Bergführer“, die auch bei der ärztlichen Flugtauglichkeitsüberprüfung bestehen müssen.

Von 24. – 26.05.2004 wurde die Nachschulung des LGK für Steiermark in Tragöß, in der Klamm am Fuße des Hochschwabs durchgeführt. Verlastungs- und Bergesackflüge am 10, 20 und 40 m langen Tau, Kapperbergungen sowie das Üben des schwebenden und aufgestützten Aus- und Einsteigens am Hubschrauber stellen sowohl an die Piloten wie auch an die Flugretter höchste Ansprüche. Konzentration und das verständnisvolle Miteinander der Piloten mit dem Flugretter prägen diese so notwendige, oftmals aber auch gefährliche Arbeit. Eine Arbeit für Not geratener Menschen.

Hans Schranz

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