Am 9. Mai 2004 wird ein 2 Jahre lang vorbereitetes Projekt umgesetzt. Die Gendarmeriebergführer Gerald Zenz, Christian Reinegger und Markus Kronthaler reisen zusammen mit den befreundeten Zivilbergführern Herbert Rainer, Josef Bachmair und Thomas Strausz nach Pakistan.
Nach administrativen Erledigungen in der Hauptstadt Islamabad führt ihr Weg in mehreren Tagesetappen über den Karakorum-highway nach Westchina. Dort wollen sie den 7546 Meter hohen Muztagh Ata ersteigen. Vom Basislager aus, das auf 4400 Meter liegt, versuchen sie auf Schier bis zum Gipfel aufzusteigen. Zitat: "Trotz der sehr ernstzunehmenden Höhe ist der Muztagh Ata ein idealer Berg, um den Körper auf die große Höhe einzustellen. Dieser Gipfel weist keine technischen Schwierigkeiten auf und soll zur Gänze mit Schiern bestiegen werden. Jedoch muss man Acht geben, dass der Berg einem nicht die geistigen und körperlichen Kräfte raubt. Ein Gipfelsieg muss nicht um jeden Preis her."
Nach dieser notwendigen Zeit der Höhenanpassung wird die Gruppe zurück nach Pakistan reisen und dann direkt in das Basislager vom Nanga Parbat aufsteigen. Ab hier geht es für die Expeditionsgruppe an das Eingemachte. Der Gipfel soll über die technisch schwierige "Kinshofer-Route" erreicht werden. Kombinierte Kletterpassagen auf über 6000 Meter im V Schwierigkeitsgrad und steile Eisflanken bis ca 60° müssen dabei überwunden werden. Es wird auf die angenehme Tätigkeit von Lastenträgern verzichtet. Ca 700 Meter an Fixseilen sollen eigenständig verlegt, mind. 6 Höhenlagerzelte aufgestellt und das dazu gehörige Material wie Kocher, Gaskartuschen, Schlafmatten u –säcke, Nahrungsmittel, etc. dorthin transportiert werden. Zudem verzichten die Expeditionsteilnehmer auf die Verwendung von künstlichem Sauerstoff.
Ein gewagtes aber auch durchführbares Unternehmen, so die Einstellung der Gruppe. Abgesehen von guten Wetterbedingungen braucht es für einen Gipfelerfolg sehr viel Glück. Das Zusammenspiel einer besonnenen Taktik, die bereits bei den Vorbereitungen in der Heimat beginnt und das Erbringen einer körperlichen Höchstleistung mit großem Durchhaltevermögen, werden über den Erfolg entscheiden. Der Gendarmerie-Bergführerverband wünscht den Expeditionsteilnehmern viel Erfolg und hat die teilnehmenden Gend-Bergführer auch finanziell unterstützt.
Die Expedition kann im Internet unter www.weltderberge.com verfolgt werden
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