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Waldbrandbekämpfung - gemeinsam mit den Feuerwehren für Sicherheit

Das vielseitige Betätigungsfeld der Gendarmerie-Bergführer und Alpingendarmen musste im heißen und trockenen Sommer des Jahres 2003 auch bei den vielen Waldbränden unter Beweis gestellt werden. Flugbeobachtungen und Seilflüge zum Transport von Einsatzkräften und Löschgeräten waren in diesem heißen Sommer fast an der Tagesordnung. Feuerwehrmänner wurden zu entlegene und unwegsame alpine Bereiche gebracht. Seilsicherungen wurden aufgebaut, um den Feuerwehrmännern Sicherheit bei ihren schweren Löscharbeiten zu geben. Oftmals an vorderster Stelle, die Feuerwehrmänner mit Seilen sichernd, verbrachten Gendarmerie-Bergführer viele Stunden gemeinsam mit den Feuerwehrmännern in diesen gefährlichen und durch schwere Brände gefährdeten Bereiche.

Bei einem Brandeinsatz in Greith an der Nordseite des Zellerhutes kam es zu einem gefährlichen und fast lebensbedrohenden Vorfall. Auf einem schmalen Fels- und Waldgrat musste von den Feuerwehrmännern ein Wasserbehälter aufgestellt werden. Gendarmerie-Bergführer errichteten die notwendigen Seilsicherungen. Wasser wurde von den Hubschraubern des BMI und BMfLV mittels Container zu diesem Wasserbehälter geflogen. Von zwei Feuerwehrmännern wurde der am Hubschrauber hängende Container erfasst und zum Wasserbehälter geleitet. Auf Kommando wurde der Bodendeckel des Containers in der richtigen Position über dem Behälter hydraulisch geöffnet, sodass das Wasser in den Behälter geleert werden konnte. Durch starke Aufwinde wurden die Piloten oftmals an die Grenze ihres Könnens gebracht. Fliegerische Glanzleistungen wurden Tag für Tag vollbracht.

Beim letzten Anflug an einem dieser Tage im August 2003 durch einen HS des BMfLV kam es fasst zu einem schweren Unfall. Routinemäßig erfassten die beiden Feuerwehrmänner den Container, damit das Löschwasser in den Behälter geleert werden konnte. Durch den starken Aufwind wurde der HS leicht versetzt, der Container gegen einen Feuerwehrmann gedrängt. Dabei geriet dieser mit der rechten Hand zwischen den Bodendeckel. Im gleichen Augenblick wurde dieser hydraulisch geschlossen. Der Feuerwehrmann blieb mit der Hand am Container hängen und wurde vom Hubschrauber in die Luft gezogen. Plötzlich war der Feuerwehrmann in großer Lebensgefahr. Am Container eingeklemmt hängend wurde er vom Grat zu 500 m über Grund gezogen. Die Piloten des BH erkannten wenige Sekunden danach diese gefährliche und lebensbedrohende Situation für den Feuerwehrmann und konnten vorsichtig zum Grat zurück und den geschockten und an der Hand schwer verletzten Feuerwehrmann vorsichtig wieder absetzen. Nach seiner Erstversorgung auf dem Grat wurde er mittels einer 20m-Taubergung vom HS des BMI geborgen und zum anwesenden Notarzt gebracht. Nach der ärztlichen Untersuchung wurde der Feuerwehrmann nach Bruck an der Mur in das dort befindliche LKH geflogen, wo er nach ambulanter Behandlung nach Hause gehen konnte.

Ein lebensbedrohender Vorfall bei der Waldbrandbekämpfung hat so ein gutes Ende genommen.

Die Erleichterung in den Gesichtern der eingesetzten Kräfte war sichtbar und spürbar.

Die ausgezeichnete Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen konnte wieder einmal bewiesen werden. Unser Dank gilt den Feuerwehrmännern.

Hans Schranz

Impressionen

 

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